Sie ermöglichen Einblicke in Vogelnester, helfen beim Aufspüren nachtaktiver Tiere und machen sogar sichtbar, wie Bäume trinken: Digitale Hilfsmittel werden immer wichtiger im Naturschutz. Gleich, ob in der Forschung, beim Artenschutz oder in der Umweltbildung. Ohne App, Tablet oder digital gestützte Monitoringprogramme geht es kaum noch. Die Freude am Entdecken und die Faszination für die Natur muss diese „technische Revolution“ nicht schmälern. Im Gegenteil: Viele große und kleine Wunder der Natur werden durch die digitalen Helfer erst erlebbar.
Abenddämmerung im Hochmoor. Nebel wabert über dem Wasser, es blubbert, schmatzt und quakt aus dem Schilf. Vor wenigen Minuten hat der Tour-Führer die kleine Wandergruppe auf die fleischfressenden Sonnentau-Pflanzen aufmerksam gemacht, die links und rechts des hölzernen Bohlenstegs am sumpfigen Rand des Moores wachsen. Gerade erfahren die Besucher aus kundigem Munde, dass die Germanen hier in Notzeiten sogar Menschen zu Ehren der Moor-Geister opferten – da hallt plötzlich der schrille Schrei einer panischen Frauenstimme durch das halbdunkle Moor. Ein Gänsehaut-Moment – doch Angst verspürt hier niemand. Denn ein sanfter Fingerdruck auf das Smartphone bringt die gebannt lauschende Gruppe wieder ins Hier und Jetzt: Die Geräusche aus dem Schilf, die Geschichten des Tour-Führers und natürlich auch der schaurige Frauenschrei kamen von einer App. „Die Große Lauschtour“ rund um das Große Torfmoor bei Minden-Lübbecke hat schon Tausenden Besucherinnen und Besuchern spannende Momente beschert und sie mit vielen wertvollen Informationen versorgt. Mit Hilfe digitaler Technik bietet die App Einblicke in Natur und Kulturgeschichte des Gebietes, die ohne diese technische Unterstützung wohl nicht in dieser Intensität möglich wären.
Die „Lauschtour“-App ist nur ein Beispiel für die inzwischen ungezählten digitalen Helfer, ohne die eine zeitgemäße Naturvermittlung und Umweltbildung immer weniger auskommen. Per Mausklick können heute Menschen von überall her und zu jeder Zeit in die Nester seltener Greifvögel blicken, Wildtierkameras mit automatischer Bildübertragung bringen Licht in das nächtliche Leben in Parks und Gärten und digitale Bat-Detektoren wandeln die für Menschen nicht wahrnehmbaren hochfrequenten Rufe der Fledermäuse in hörbare Laute um.
Fast alle Bildungseinrichtungen im Bereich Naturschutz nutzen mittlerweile digitale Medien. Es mag paradox klingen: Doch ausgerechnet die hochkomplexe Technik hilft dabei, Menschen wieder stärker an die Natur heranzuführen. „Gerade bei der jüngeren Generation gewinnen digitale Medien immer mehr an Bedeutung“, sagt die wissenschaftliche Leiterin der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein, Jasmin Mantilla-Contreras. Der Umgang mit Handy, Computer oder Tablet fange bei Kindern immer früher an. „Das bedeutet auch, dass wir überhaupt nicht darum herumkommen, digitale Medien einzubeziehen, wenn wir heute Naturthemen vermitteln wollen“, sagt die Professorin für Ökologie und Umwelterziehung. „Denn häufig ist diese Zielgruppe überhaupt nur über diesen Weg zu erreichen.“



Comeback von Otter und Wildkatze
Gemeinsam mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, darunter auch Stadt und Universität Siegen, hat Mantilla-Contreras mit dem Erlebnisparcours „Natur digital begreifen“ eines der bundesweit ambitioniertesten digitalen Naturprojekte auf den Weg gebracht. Schauplatz dieses „Walderlebnisses 2.0“ ist der Erlebniswald Historischer Tiergarten in Siegen. Dort helfen Kameras, Mikrofone und Sensoren beim Aufspüren und Erleben der Natur und ihrer häufig verborgenen Prozesse. Beispielsweise nehmen Mikrofone Rufe und Gesänge von Vögeln auf, eine Software ordnet sie anschließend in Echtzeit der richtigen Art zu und verrät umgehend, wer da zwitschert.
Ein paar Meter weiter im Modul „Lebendiges Totholz“ verschaffen Infrarotkameras Einblicke in das erstaunlich lebendige Innere abgestorbener Bäume, wo Larven und Käfer fleißig ihr Zersetzungswerk tun. Mikrofone machen diesen Prozess sogar hörbar. Um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Umwelt sichtbar zu machen, twittern im Tiergarten sogar die Bäume: Am „Twittering Tree“ messen Sensoren den Saftfluss zwischen Boden und Kronenbereich. Die Daten werden in Grafiken „übersetzt“ und regelmäßig versendet. Komplettiert wird das digitale Angebot durch Kameras in Spechthöhlen und Aufnahmen nächtlicher Wildtierkameras. Alle Daten werden an ein Webportal übermittelt, über das sie in Echtzeit von überall her zugänglich sind. Das von der NRW-Stiftung geförderte Projekt ist noch im Aufbau, das vollständige Angebot soll bis zum kommenden Jahr stehen.
Nicht nur in der Umweltbildung, auch beim Schutz gefährdeter Arten und beim Monitoring ihrer Bestände spielen digitale Hilfsmittel mittlerweile eine Hauptrolle. Das Überwachen von Lebensräumen mit digital gesteuerten Wildtierkameras hat beispielsweise maßgeblich dabei geholfen, die natürliche Wiederbesiedlung des Münsterlandes durch den Fischotter zu dokumentieren und das Comeback der Wildkatze im Sauerland zu begleiten. Im Siegerland nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Biologischen Station auch die Telemetrie zum Aufspüren von Fledermausquartieren. Dazu werden einzelne Tiere gefangen und mit Miniatursendern ausgestattet, die sich dann mit speziellen Antennen orten lassen. „Zu wissen, wo sich seltene Arten wie die Bechsteinfledermaus aufhalten und diese Quartiere zu sichern, ist eine ganz wichtige Artenschutzaufgabe“, sagt Mantilla-Contreras.


„Wanzen“, die nicht jucken, sondern Vögeln helfen
Auf eine noch ausgefeiltere Telemetrie-Methode setzen die Naturschützerinnen und Naturschützer der Biologischen Station Soest. Sie haben sich den Schutz einer der am stärksten bedrohten Wiesenvogelarten Deutschlands auf die Fahnen geschrieben – des Brachvogels. Nur noch wenige Hundert Paare des größten europäischen Watvogels finden in Nordrhein-Westfalen einen Lebensraum – mit stark abnehmender Tendenz. Der Einbruch der Bestände um über 15 Prozent innerhalb weniger Jahre bereitet den Vogelschützern Sorge. Das gilt umso mehr, als über die Gründe für den Rückgang nur wenig bekannt ist.
Um mehr über die Ansprüche der Vögel zu erfahren und sie so besser schützen zu können, wurden zehn Brachvögeln von Experten kleine Sender auf den Rücken geschnallt, die per GPS-Signal ihren Standort verraten. Seitdem können die Bewegungen der Vögel das ganze Jahr über verfolgt werden. Das von der NRW-Stiftung finanziell geförderte Projekt brachte an den Tag, dass einzelne Vögel während der Brutzeit allabendlich große Strecken zurücklegten, um fernab ihrer brütenden Partner zu übernachten. Bei einer Überprüfung vor Ort zeigte sich, dass die Vögel den Flug unternahmen, um an einer offenen Wasserfläche im Wasser stehend geschützt die Nacht zu verbringen. „Wenn wir wissen, was die Vögel brauchen, können wir versuchen, solche Bedingungen auch am Brutplatz zu schaffen, damit die Vögel in der Nähe ihres Partners und des Geleges bleiben können“, sagt die Leiterin der Biologischen Station, Birgit Beckers. Mit solchen Maßnahmen lässt sich der Bruterfolg der vom Aussterben bedrohten Art erhöhen.

Auch andere technische Hilfsmittel sieht die Biologin als unentbehrliche Unterstützung im Artenschutz. Dazu gehören mit Wärmebildkamera ausgestattete Drohnen, mit denen in kurzer Zeit große Getreidefelder auf der Suche nach Nestern der am Boden brütenden Rohr- und Wiesenweihen durchforscht werden können. Gerade in intensiv für den Getreideanbau genutzten Regionen wie der Soester Börde sind Drohneneinsätze wahre Lebensretter für die vom Aussterben bedrohten Vögel. Denn Landwirte können die versteckten Nester bei der Mahd nicht erkennen. Ohne Unterstützung durch Vogelschützer wäre ein effektiver Horstschutz unmöglich. „Kein Landwirt fährt wissentlich über ein Vogelnest“, sagt Beckers. „Um darum herumfahren zu können, muss er aber auch genau wissen, wo das Nest sich befindet.“

Storchencam
Die Weserauen bei Petershagen waren die letzten Refugien des Weißstorchs in NRW, als die Großvögel in den 1990er Jahren vor dem Aussterben standen. Von hier aus starteten sie ihr Comeback und heute ist Petershagen stolz auf den Titel „NRW-Storchenhauptstadt“. Einblicke in das Storchenleben zur Brutzeit bietet die Webcam des Aktionskomitees Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke. Zu vielen weiteren Webcams des NABU gelangen Sie über diesen Link. Auch im digitalen Magazin der NRW-Stiftung gibt es Links und Informationen zu den hier vorgestellten und anderen Projekten.

Die App, die Vogelküken das Leben rettet
Auch im Münsterland vereinfacht die digital gestützte Erfassung von Neststandorten die Kooperation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft deutlich. Hier setzen die Vogelschützerinnen und Vogelschützer der NABU-Naturschutzstation auf eine von ihnen eigens entwickelte App, um Kiebitzen das Überleben in der intensiv genutzten Agrarlandschaft zu sichern. Denn nach dem Verlust vieler natürlicher Lebensräume brüten die Wiesenvögel heute fast nur noch auf Maisäckern, die zur Zeit des Brutbeginns noch nicht bewachsen sind. Ihre Eier legen Kiebitze im April – der Zeit, in der auch Landwirte ihre Äcker mit schwerem Gerät bestellen. Vier von fünf Kiebitz-Gelegen werden so nach Schätzungen in jedem Jahr vernichtet.
Hier kommt die „NestFinder“-App ins Spiel. Ihr Prinzip: Freiwillige Helferinnen und Helfer suchen auf noch unbestellten Maisäckern nach Kiebitz-Nestern und nehmen mit der App den exakten Standort sowie ein Umgebungsfoto auf. Die App wandelt die Daten in eine Karte und in ein mit genauer Markierung des Geleges versehenes Umgebungsfoto um. Das wird sofort in einer Datenbank gespeichert und damit für alle App-Nutzer umgehend verfügbar. Auch einige Landwirte nutzen die digitalen Wegweiser über ihre Äcker. Bei Bauern, die die App nicht installiert haben, greift die „kleine Digitallösung“, wie Alina Förster von der NABU-Naturschutzstation Münsterland erzählt. „Denen können wir ein Foto mit der Karte aufs Handy schicken.“


Mit „NestFinder“ sind inzwischen großflächig die Vorkommen der vom Aussterben bedrohten Vogelart im Münsterland kartiert worden. „Die App rettet in jeder Saison einigen Hundert Kiebitz-Küken das Überleben“, sagt die Vogelschützerin – nicht, ohne daran zu erinnern, dass – wie bei jedem anderen digitalen Helfer auch – immer noch Menschen die Hauptrolle spielen. „Die Nester findet nicht die App, sondern das machen engagierte Naturschützerinnen und Naturschützer“, sagt Förster.
„Das Wichtigste ist das Selbsterleben“

Interview mit Prof. Dr. Jasmin Mantilla-Contreras
Wie wichtig sind digitale Hilfsmittel heute in der Umweltbildung?
Sie sind schon lange nicht mehr wegzudenken und gewinnen immer stärker an Bedeutung. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen erleben wir einen starken digitalen Fokus. Für die Umweltbildung heißt das, dass wir überhaupt nicht darum herumkommen, digitale Medien einzubeziehen, wenn wir Naturthemen vermitteln wollen – denn häufig ist das der einzige Weg, diese Zielgruppe überhaupt zu erreichen.
Bedauern Sie diesen Trend oder sehen Sie Chancen darin?
Umwelt- und Naturbildung gibt es schon lange und es sind über die Zeit immer wieder neue Wege eingeschlagen worden. Gegenwärtig leben wir in einer stark medienfokussierten Gesellschaft, in der wir ohne digitale Zugänge viele Menschen nicht erreichen können – Menschen, die wir aberdringend erreichen wollen. Wir müssen also mit der Veränderung mitgehen, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Aber wir können das Neue auch als Chance begreifen.
Wo können digitale Medien in der Naturvermittlung besonders gute Dienste leisten?
Wir wissen aus der Forschung, dass die Begeisterung und auch das spätere Engagement für Natur stark von Schlüsselerlebnissen als Kind abhängt. Digitale Medien können Jugendlichen helfen, sich überhaupt mit Natur zu beschäftigen und so eine Grundlage schaffen, damit Schlüsselerlebnisse entstehen können. Wenn Jugendliche eine App cooler finden als vielleicht eine Broschüre oder die Erzählung eines Erwachsenen: Warum sollte das so verkehrt sein? Es kann dann ein Einstieg sein.
Können digitale Medien auch selbst Schlüsselerlebnisse schaffen, die so entscheidend für eigenes Engagement sind?
Wir haben bei uns an Greifvogelhorsten Kameras installiert. Über den Livestream im Internet können viele Menschen hautnah miterleben, wie Rotmilane ihre Jungen aufziehen. Das sind unglaublich spannende Einblicke, die den Allermeisten sonst komplett verborgen blieben. Auch wir vom Team haben mehr als einmal gebannt vor dem Bildschirm gesessen und konnten uns nur schwer losreißen. Solche Erfahrungen können Erlebnisse sein, die dazu motivieren, selbst rauszugehen und mehr über diese Tiere erfahren zu wollen. Egal, ob der Zugang zur Natur digital oder traditionell über Ausflüge mit der Schule oder den Eltern hergestellt wird: Das allerwichtigste ist das Selber-Erleben. Einen Schmetterling oder einen Vogel hautnah zu sehen oder ihn sogar einmal selbst in der Hand zu halten, zu spüren, wie sich das anfühlt – solche Erlebnisse sind prägend und durch nichts zu ersetzen.
Was wünschen Sie sich von der Politik, von Schulen und Kitas mit Blick auf Naturbildung schon im frühen Alter?
Wir brauchen einen Push und neue Ansätze, wenn wir erfolgreich sein wollen. Wir müssen dabei auch mit der Zeit gehen und schon im Kindergarten und in den Schulen zeitgemäße Umweltbildung betreiben, damit Kinder und Jugendliche bei der Stange bleiben. Artenkenntnis ist dabei ein Schlüssel. Wir erleben immer mehr, dass das Wissen über Natur und Arten verloren geht, weil Schulen im Lehrplan viel zu wenig Zeit für Natur einräumen. Dabei liegt das beste Unterrichtsmaterial manchmal direkt vor dem Klassenfenster.
Krötensound statt Radio
Das unterschreibt auch Johanna Kasper. Sie ist an der Biologischen Station Wesel für den Amphibienschutz zuständig. „Digitale Medien geben uns immer mehr Hilfestellungen, aber sie ersetzen uns Biologen zum Glück nicht“, sagt sie. Kasper und ihre Kollegen nutzen Lauschboxen – eine bereits seit langem im Fledermausschutz verwendete Technik – auch zur Erfassung von Amphibien. Lauschboxen sind handliche Aufnahmegeräte, die über mehrere Wochen hinweg in programmierten Intervallen Tonaufnahmen anfertigen. Vor allem wenig ruffreudige und überwiegend nachtaktive Arten wie die bedrohte Knoblauchkröte lassen sich so ohne aufwendige Nachtexkursionen erfassen. Meist bringt die Biologin die Aufnahmemikrofone sogar im Wasser an, denn die Kröten rufen unter der Wasseroberfläche und ihre sehr leisen Paarungsrufe sind bereits wenige Meter entfernt kaum noch zu hören.
Während heute andernorts vielfach auch die Auswertung der aufgenommenen Geräusche digitalisiert stattfindet, hat Kasper ihre eigene Methode. Während andere Menschen bei der Schreibtischarbeit Radio hören, lauscht die Biologin nebenher stundenlang den Lauschbox-Aufnahmen aus vielen Wochen der nächtlichen akustischen Überwachung. Irgendetwas sei fast immer auf den Tondateien. Mal das Rufen eines Waldkauzes, dann das Quieken einer Wasserwanze oder das Quaken von Gras- oder Wasserfröschen. Und mit sehr viel Glück und Geduld ertönt aus dem Kopfhörer irgendwann dann das ersehnte leise, aber sehr charakteristische „Wok-Wok“ einer Knoblauchkröte. „Die Methode funktioniert wunderbar und spart sehr viel Zeit“, ist die Biologin überzeugt.

Drohnen, Infrarottechnik, Daten-Apps und seit einiger Zeit sogar genetische Analysen aus winzigen Wasserproben: Geht bei so viel Digitalisierung und Technik nicht die Faszination des Naturerlebens verloren? „Nein“, ist sich Kasper sicher. „Wir bemerken im Gegenteil viel mehr Begeisterung für den Naturschutz dadurch, dass Leute zum Beispiel mit dem Handy vor Ort etwas selbst recherchieren können“, sagt sie mit Blick auf Bestimmungs-Apps für Pflanzen, Vögel und Tierspuren. Schon ein einfacher QR-Code an einer Infotafel zum Nachhören einer Vogelstimme könne einen Unterschied machen und Begeisterung auslösen.
Auch Jasmin Mantilla-Contreras von der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein ist überzeugt, dass digitale Medien helfen können, Menschen wieder stärker für die Natur zu interessieren. Am Ende könne aber nichts das eigene Erleben ersetzen. „Ein Vogel am Futterhaus vor dem Fenster, ein Schmetterling auf der Fingerspitze oder eine duftende Blumenwiese voller frischer Blüten: Die Begeisterung ist immer dann besonders groß, wenn man etwas direkt vor Augen sieht oder es anfassen kann.“
Text: Thomas Krumenacker
Rettung Stillgewässer
An mehreren Baggerseen in allen Landesteilen läuft ein von der NRW-Stiftung gefördertes Projekt zur digital gesteuerten ökologischen Rettung von Gewässern. Auf Pontons werden dazu solarbetriebene Umwälzpumpen installiert, die über Schläuche sauerstoffarmes Wasser aus tiefen Schichten an die Oberfläche befördern, wo es mit sauerstoffreichem Wasser vermischt und wieder in die Tiefe gepumpt wird. Das Pilotvorhaben soll Verfahren erproben, mit denen ökologisch wertvolle Stillgewässer auch in Zeiten zunehmender Trockenheit und hoher Nährstoffeinträge bewahrt werden können.

Blickpunkt
Die NRW-Stiftung fördert zahlreiche Projekte im Bereich des digitalisierten Naturschutzes: Zum Beispiel die Entwicklung von Apps, die Bereitstellung von technischen Gerätschaften oder den Aufbau digitaler Datenarchive. Und natürlich setzt die NRW-Stiftung auch selbst auf digitale Medien. In der Podcast-Reihe „Förderbande“ widmen sich bereits zahlreiche Folgen Themen aus Naturschutz und Umweltbildung.
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