Ausflugstipps

Faszination Holzhandwerk
Dem Fachkräftemangel zum Trotz: Tischlerbetriebe haben meist keine Schwierigkeiten, Nachwuchs zu finden. Die Arbeit mit Holz fasziniert. Nachvollziehen lässt sich das im Holzhandwerksmuseum Hiddenhausen. Hier kann man die jahrhundertealte Tradition der Arbeit mit dem nachwachsenden Werkstoff hautnah erkunden. In zwei Barockscheunen einer Gutsanlage sind über 1.500 historische Ausstellungsstücke zu sehen. Das Museum geht auf drei passionierte Werkzeugsammler zurück, deren Leidenschaft die Holzverarbeitung war. Bei Tischlereien und Werkstätten fragten sie nach besonderen Geräten, so dass bald eine ansehnliche und einzigartige Sammlung entstand. Hobel, Sägen und Bohrer, aber auch filigrane Holzmodelle sind zu sehen. Anfassen und Aktivsein ist ausdrücklich erlaubt. Das Haus begrüßt seine Gäste auch zu Mitmach-Aktionen und ist deshalb insbesondere für Kindergeburtstage ein beliebtes Ziel.
Die NRW-Stiftung unterstützte den Förderverein des Holzhandwerksmuseums dabei, den historischen Gutshof in Hiddenhausen zu restaurieren und das Museum dort einzurichten.

Ein Gut für die Natur
Das Gut Heidhorn liegt im ländlich geprägten Süden der Stadt Münster inmitten der münsterländischen Parklandschaft. Es grenzt an das Naturschutzgebiet Davert, das größte zusammenhängende Waldgebiet des Münsterlandes. Wie passend, dass hier seit 2007 die NABU-Naturschutzstation Münsterland, Biologische Station für Münster und den Kreis Warendorf, ihren Sitz hat. Zahlreiche Angebote der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung finden auf dem Gelände statt, etwa Naturgeburtstage, Ferienfreizeiten, Schulprogramme und Seminare. Die vielfältigen Lern- und Erlebnisorte rund um Haus Heidhorn sind ganzjährig kostenlos und barrierefrei zugänglich und bieten mit einem Picknickplatz, einem Arboretum – einer Sammlung alter und besonderer Bäume –, Schaubiotopen und Erlebnisstationen viele Möglichkeiten, die Natur gerade auch mit Kindern zu entdecken und kennenzulernen.
Die NRW-Stiftung stellt der NABU-Naturschutzstation Münsterland e. V. für die Sanierung einer Scheune zur Umnutzung als Maschinenhalle eine Förderung zur Verfügung.

Kopfweiden und Laubfrösche
So idyllisch! Wenn Wanderinnen und Wanderer die Landschaft östlich der Kreisstadt Unna durchstreifen, kommen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus. So nah am Rande des Ruhrgebiets präsentiert sich im Naturschutzgebiet Uelzener Heide, Mühlhauser Mark die Kulturlandschaft vergangener Jahrhunderte mit Kopfweiden, Bächen, feuchten Wiesen und geschwungenen Pfaden. Dass es das hier noch gibt, ist engagierten Naturschützern zu verdanken. Sie kauften im Laufe der Jahre zahlreiche intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen auf und überführten sie in eine behutsamere Bewirtschaftung. In Uferzonen neu angelegter naturnaher Teiche wächst Schilf, das Schutz bietet. Viele Wasservögel haben hier eine Heimat gefunden. Auch Laubfrösche leben in dem Naturschutzgebiet und lassen zur Paarungszeit im Frühjahr ihre lauten Rufe hören. So lässt sich diese einzigartige Landschaft sogar mit den Ohren wahrnehmen.
Die NRW-Stiftung unterstützte den Kauf von Naturflächen im Naturschutzgebiet. Mehr als 30 Hektar im Norden Unnas sind heute im Besitz des NABU-Kreisverbands Unna e. V.

Zu Gast bei Schumanns
Sie waren schon zu Lebzeiten als Komponisten- und Musikerpaar weit bekannt: Clara und Robert Schumann, die seit 1850 in Düsseldorf lebten und zwei Jahre später eine Wohnung in der Bilker Straße bezogen. Hier eröffnete Ende 2023 das Schumann-Haus, ein Museum zum Leben und Wirken der beiden Ausnahmekünstler. Der Gang durch die Ausstellung beginnt mit dem Blick auf „Zeit, Stadt und Gesellschaft“, denn die Schumanns kamen unmittelbar nach der Revolution von 1848/49 nach Düsseldorf und sympathisierten mit den auf die Barrikaden gehenden Bürgerinnen und Bürgern. Persönliche Gegenstände Clara Schumanns wie ihr Schwanenfeder-Cape oder ihr Witwenschleier gehören zu den Exponaten der Ausstellung. Zentral ist aber die Musik. Nach dem Grundsatz „Keine Note ohne Ton“ sind alle präsentierten Notenwerke der Schumanns auch in akustischer Form abrufbar. Ein echter Schatz, den das Musikerpaar der Nachwelt hinterließ.
Die NRW-Stiftung half dem Förderverein Schumann-Haus Düsseldorf e. V. bei der denkmalgerechten, barrierefreien Sanierung und Erweiterung des Gebäudes in der Bilker Straße.

Kult-Kiosk mit Geschichte
Es steht mitten im ehemaligen Regierungsviertel am heutigen UN-Campus: das Bundesbüdchen in Bonn. Es steht wieder dort, muss man sagen. Denn 2006 musste der Verkaufspavillon, der in dem Viertel 49 Jahre lang zu finden war, wegen Bauarbeiten weichen. Damit ging ein Ort verloren, der als inoffizielle Schaltzentrale der Bonner Republik galt. Trafen sich hier doch Menschen aus Politik, Journalismus und Diplomatie informell am Tresen, tauschten Informationen aus, bereiteten Entscheidungen vor oder genossen einen kleinen Snack. Dem Einsatz Vieler ist es zu verdanken, dass das Bundesbüdchen 2020 wieder aufgestellt wurde, und zwar nicht weit vom alten Standort entfernt. Eine Bäckereikette betreibt hier heute eine Filiale. Von außen ist das historisch bedeutsame Gebäude im Stile der 50er-Jahre jederzeit zu besichtigen – und bei einem Rundgang durchs Bundesviertel fast schon eine Pflichtstation.
Die NRW-Stiftung stellte dem Förderverein Historischer Verkaufspavillon e. V. für Tiefbauarbeiten zum Wiederaufbau des Bundesbüdchens eine Förderung zur Verfügung.

Stiller Stein trifft lebendige Natur
Um die Stolzenburg ranken sich so einige Legenden. Kein Wunder – die einstige Höhenburg, früher wohl Sitz eines Rittergeschlechts, ist schon seit Jahrhunderten nur noch eine Ruine. Höchst lebendig dagegen ist die Natur rundherum. Das Naturschutzgebiet rund um die Stolzenburg in Kall, offiziell „Auen und Hänge an Urft und Gilles-
bach“ genannt, hat einen ganz besonderen Charme. Im Frühjahr blühen hier die Bibernell-Rose mit ihren schneeweißen Blüten und rosafarbener, leicht duftender Seidelbast. Zahlreiche vom Wasser ausgespülte Kalksteinhöhlen finden sich über dem Talgrund. Die Mischung aus Archäologie, Geologie und Natur fasziniert. Und so führen auch Wanderwege durch das Gebiet, zum Beispiel die erste Etappe des Römerkanal-Wanderweges von Nettersheim nach Dottel. Ob kurzer Spaziergang oder lange Wanderung: Höhenmeter kommen in der Eifel schnell zusammen. Naturerlebnis ist hier also immer auch ein kleines oder größeres Fitness-Training.
Die NRW-Stiftung ist im Naturschutzgebiet Stolzenburg im Besitz von rund 102 Hektar Flächen. Gebietspartnerin der NRW-Stiftung ist die Biologische Station Kreis Euskirchen.

Vogelperspektiven an der Möhne
Einmal über den Dingen schweben – intensiver kann man eine Landschaft kaum erleben. Geboten wird dieses einmalige Gefühl hoch über dem Möhnetal in Warstein. Hier ist der Skywalk 3-Landschaftserlebniswelten entstanden. Eine Aussichtsplattform, die in 80 Metern Höhe rund 30 Meter über die Geländekante hinausragt. Aus luftiger Höhe eröffnet sich ein Panoramablick über das Möhnetal bis in den Arnsberger Wald. Perfekt für den ersten Überblick, bevor man sich zwischen den drei von dort ausgehenden Wanderrouten durch die Wald-, Fluss- oder Ackerlandschaft entscheidet. Auch unterwegs kommt die Möhne immer wieder in den Blick. Der Fluss wurde renaturiert und darf heute wieder in Schleifen fließen, wodurch sich artenreiche Feuchtwiesen an seinen Ufern entwickelt haben. Wasseramsel, Gebirgsstelze und Pirol lassen sich hier beobachten. Vogelperspektiven gibt es also nicht nur vom Skywalk aus, sondern auch unten im Tal.
Die NRW-Stiftung unterstützte die Dorfinitiative Allagen/Niederbergheim e. V. bei der Entwicklung des Skywalks als außerschulischem Lernort und beim Wegekonzept.
Eine Mauer voller Leben
In der Herbst- und Winterzeit sind die Gassen der Stadt Zons, heute Stadtteil von Dormagen, nicht ganz so belebt wie in den wärmeren Monaten. Eine gute Gelegenheit, sich hier einmal in Ruhe umzuschauen. Nur wenige Orte in Deutschland haben sich ein ähnlich geschlossenes mittelalterliches Stadtbild bewahrt. Insbesondere die wehrhafte Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert ist einen Besuch wert. Sie ist nicht nur Zeugnis der Baukultur ihrer Zeit, sondern auch ein wertvoller Lebensraum. Hier lassen sich seltene Tiere und Pflanzen auf und an den Steinen entdecken, zum Beispiel allein 30 Moos- und Schneckenarten sowie seltene Gräser. Als eine Sanierung anstand, wurde ein Abschnitt der Mauer deshalb im alten Zustand belassen und mit Drahtmatten gesichert.
Die NRW-Stiftung unterstützte den Förderverein Denkmalschutz Stadt Zons e. V. bei der naturschutzfachlichen Instandsetzung eines Teilabschnittes an der Westmauer.
Eine App – 500 Ausflugsziele
entdecke.nrw ist die App der NRW-Stiftung. Sie stellt mehr als 500 Sehenswürdigkeiten in allen Regionen Nordrhein-Westfalens vor. Sie alle bieten den Mitgliedern des Fördervereins der NRW-Stiftung ermäßigten oder freien Eintritt oder sie sind generell frei zugänglich. Wohin gehts als Nächstes?
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Der praktische Infobereich liefert Ihnen Adressen, Kontaktmöglichkeiten und Links zu weiterführenden Informationen. Und mit dem angedocktem Routenplaner können Sie direkt zum Ziel ihrer Wahl navigieren. Sie nutzen lieber Bus und Bahn? entdecke.nrw zeigt Ihnen jetzt auch, welche Attraktionen Sie per ÖPNV gut erreichen können. Und auch kindgerechte Angebote sind markiert – Links zu den beliebten Entdeckertouren der NRW-Stiftung inklusive.
Zur Webseite entdecke.nrw

Fördergeld für Ihr Projekt
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Sie hat viele weitere Fördermittelgeber bei sich verlinkt. Außerdem bietet die Stelle Engagierten, Initiativen, Vereinen und weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen vielfältige Beratungsangebote für das Ehrenamt. Etwa über regelmäßige Online-Seminare. Durchklicken lohnt sich!
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