Förderverein
Ein Saal voller Engagement

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins der NRW-Stiftung tagte in der Konzerthalle Olsberg im Hochsauerland. Ein Höhepunkt war die Verleihung des WegWeiser-Preises an den Verein MuT-Sauerland. Er betreibt seit mehr als zehn Jahren das Kulturgut Schrabben Hof in Kirchhundem-Silberg.
Wo die Ruhr noch jung und schmal durchs Gebirge plätschert, Kurgäste in Kneipp-Becken unter alten Bäumen Wasser treten und man den mit 843 Metern höchsten Berg Nordrhein-Westfalens, den Langenberg, erklimmen kann – dort liegt Olsberg im Hochsauerlandkreis. Und genau dort fand am 5. Juli 2025 die Mitgliederversammlung des Fördervereins der NRW-Stiftung statt.
Rund 200 Menschen aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens waren in die Konzerthalle der Stadt gekommen. Einmal mehr wurde deutlich, welch wichtige Stütze für die Arbeit der NRW-Stiftung ihr Förderverein ist. Wie der Vorsitzende Michael Breuer den Anwesenden mitteilte, konnte der Verein im Jahr 2024 aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und anderen Einnahmen insgesamt 700.000 Euro zur Projektförderung an die NRW-Stiftung überweisen. Damit stieg die Gesamtfördersumme seit Gründung des Fördervereins im Jahr 1988 auf insgesamt rund 13,4 Millionen Euro.

In seinem Bericht aus der Arbeit der Stiftung hob Präsident Eckhard Uhlenberg im Anschluss das Ehrenamt hervor – denn das Fördergeld der Stiftung entfaltet erst durch die damit umgesetzten Projekte vieler Vereine und Initiativen seine Wirkung. Ein solches außergewöhnliches Engagement stand anschließend im Fokus: Der Verein Musik und Theater Sauerland (MuT-Sauerland e. V.) erhielt den WegWeiser-Preis des Fördervereins.
Seit mehr als zehn Jahren trägt der Verein die Verantwortung für den Schrabben Hof in Kirchhundem-Silberg, den mehrere zehntausend Menschen im Jahr besuchen. Sie strömen unter anderem in ein Heimatmuseum, ein altes Backhaus, ein nostalgisches Café mit Biergarten und eine Feiertenne und sie nutzen nicht zuletzt ein umfangreiches kulturelles Angebot in der Trödel- und der Theaterscheune. „Der Kulturverein hat das Anwesen aus dem Dornröschenschlaf erweckt und über viele Jahre mit großem ehrenamtlichem Engagement das heutige Kulturgut geschaffen“, so Michael Breuer. „Wir sagen danke für diesen großen Einsatz und das beispielhafte Engagement.“
Auch in diesem Jahr gab es auf der Mitgliederversammlung Wahlen: Dabei wurden Uwe Hempen-Hermeier, ehemaliger Geschäftsführer der JENZ GmbH aus Petershagen, und Thomas Hendele, von 1999 bis 2025 Landrat des Kreises Mettmann, als weitere Beisitzer in den Vorstand des Fördervereins NRW-Stiftung gewählt.
Minister Krischer besucht Kuratorium
Ein Vortrag zum „Aktionsprogramm Biologische Vielfalt für das Naturerbe NRW“ stieß bei der jährlichen Kuratoriumssitzung des Fördervereins der NRW-Stiftung auf großes Interesse und führte zu anregenden Gesprächen.

Redner war NRW-Umweltminister Oliver Krischer, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates NRW-Stiftung. Bei der Gremiensitzung im Haus der Stiftungen berichteten außerdem der Fördervereinsvorsitzende Michael Breuer und Stiftungsvorstandsmitglied Dr. Ute Röder über die Arbeit von Förderverein und Stiftung.
Ganz Ostwestfalen-Lippe ist dabei!
Seit dem Frühsommer sind alle Kommunen im Regierungsbezirk Detmold Mitglied im Förderverein NRW-Stiftung. Ein historischer Meilenstein, der mit dem Beitritt der Gemeinde Langenberg im Kreis Gütersloh erreicht wurde.
Der Regierungsbezirk Detmold ist einer von fünfen in Nordrhein-Westfalen und bedeckt fast genau ein Fünftel der Landesfläche. Gut zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner leben hier in sechs Kreisen, der kreisfreien Stadt Bielefeld und 69 weiteren kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Was alle diese Kommunen gemeinsam haben, ist jedoch nicht nur ihre Zugehörigkeit zu einem Verwaltungsbezirk. Seit Kurzem sind sie allesamt Mitglied im Förderverein der NRW-Stiftung.
Damit ist der erste Regierungsbezirk im Land komplett. Ein starkes Symbol, wie auch die Möglichkeit der kommunalen Mitgliedschaft vor allem ein Zeichen sein soll. Ein Bekenntnis zur Arbeit der NRW-Stiftung und ihrem Wirken überall im Land. Deshalb ist der Mitgliedsbeitrag für Kreise, Städte und Gemeinden äußerst gering und bemisst sich an der Einwohnerzahl: 0,5 Cent pro Kopf sind jährlich zu zahlen. Beharrliches Werben war dennoch angesagt. Wann auch immer Gremienmitglieder des Fördervereins und der Stiftung in der Vergangenheit in der Region unterwegs waren, wiesen sie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gern auf die Möglichkeit hin, dass ihre Kommune als Fördervereinsmitglied Teil eines starken Netzwerks werden könnte.

Bereits 1990, nur zwei Jahre nach Gründung des Fördervereins, machten die ersten Kommunen im Regierungsbezirk den Anfang. Die Stadt Espelkamp und der Kreis Minden-Lübbecke traten zu Jahresbeginn bei. Fortan folgten jedes Jahr weitere Beitritte und bereits 2011 waren im ersten Kreis des Regierungsbezirks, dem Kreis Höxter, alle Kommunen mit dabei. Zuletzt gab es dann nur noch im Kreis Lippe und im Kreis Gütersloh jeweils einen „weißen Flecken“ auf der Landkarte. Der vorletzte wurde im Februar 2025 durch die Mitgliedschaft der Gemeinde Augustdorf getilgt – und im Juni 2025 trat schließlich die Gemeinde Langenberg bei.
„Die Mitgliedschaft in unserem Förderverein zeigt, dass Ehrenamt und Heimatverbundenheit in jeder einzelnen Kommune im Regierungsbezirk Detmold hoch im Kurs stehen“, sagt Stefan Ast, Geschäftsführer des Fördervereins der NRW-Stiftung. Bei den Bemühungen, nach und nach alle Kreise, Städte und Gemeinden als neue Mitglieder zu gewinnen, konnte er sich auf das unermüdliche Wirken von Marianne Thomann-Stahl verlassen. Die frühere Regierungspräsidentin von Detmold gehörte von 2005 bis 2019 dem Kuratorium des Fördervereins an, ist seit 2020 Vorstandsmitglied und seit 2024 stellvertretende Vorsitzende. Sie konnte im persönlichen Gespräch so manche Bürgermeisterin und so manchen Bürger davon überzeugen, sich dem Förderverein anzuschließen.





















